Feuerbestattungen Südharz Logo Kinderöder Straße 10, 99735 Nohra-Kinderode
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Welche Voraussetzungen müssen für eine Feuerbestattung erfüllt sein?

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, eine Wartefrist von 48 Stunden nach dem Ableben einzuhalten.

Die Willenserklärung zur Feuerbestattung muss vorliegen. Der Verstorbene kann diese selbst zu Lebzeiten schriftlich niedergelegt haben. Ist dies nicht der Fall, so sind der Ehegatte oder Verwandte in der Reihenfolge des Grades ihres Verwandtschaftsverhältnisses berechtigt, die Feuerbestattung für den Verstorbenen zu wählen. Des weiteren bedarf es einer Genehmigung der Ortspolizeibehörde, dass keine Anhaltspunkte für einen nicht natürlichen Tod bekannt sind.

Weitere benötigte Unterlagen sind die Sterbeurkunde, vom Standesamt ausgestellt, sowie die Todesbescheinigung, welche der Arzt ausfertigt, der den Tod festgestellt hat.

Bei einem natürlichen Tod findet die 2. Leichenschau durch den Amtsarzt oder Pathologen statt. Dieser Arzt untersucht den Verstorbenen auf Spuren von Gewalteinwirkung und die Eintragungen in der Todesbescheinigung auf Schlüssigkeit mit den Zeichen (Totenflecken usw.) am Verstorbenen.

Bei einem nichtnatürlichen Tod oder einer ungeklärten Todesursache wird der Verstorbene durch die zuständige Staatsanwaltschaft zur Einäscherung freigegeben.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, prüft die Ordnungsbehörde der Kommune, in welcher sich die Feuerbestattungsanlage befindet, die Vollständigkeit der Papiere und gibt danach mit amtlichem Siegel den Verstorbenen zur Einäscherung frei.


Was passiert im Ofen bei der Einäscherung?

Der Sarg wird mit der Sargeinfahrmaschine in den Ofen transportiert.

Um von der Steuerungselektronik die Freigabe für diesen Vorgang zu erhalten, müssen folgende Faktoren erfüllt sein:

Die Asche der vorhergehenden Einäscherung muss über eine vollautomatische Abschiebeeinrichtung von der Einäscherungskammer in die Ausbrennkammer des Ofens transportiert worden sein.

Die Temperatur der Einäscherungskammer muss mindestens 750 °C betragen und die Nachbrennkammer, in welcher die Abgase thermisch gereinigt werden, muss mindestens 850 °C nach den Vorgaben der 27. BImSchV (Siebenundzwanzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) warm sein.

Durch die Strahlungshitze des glühenden Schamottemauerwerks entzündet sich der Sarg sofort beim Einfahren in den Ofen. Die Einäscherung erfolgt durch die Strahlungshitze i. V. mit der computer-gesteuerten Verbrennungsluftzugabe. Der Verstorbene kommt nicht mit der Brennerflamme in Berührung, der Gasbrenner der Einäscherungskammer dient lediglich dazu, das Mauerwerk aufzuheizen.

Ein Einäscherungsvorgang in der Einäscherungskammer dauert ca. 60 min. Die Asche wird danach in die Ausbrennkammer geschoben und bleibt dort noch einmal 60 min., um vollständig auszumineralisieren, d. h., die noch vorhandenen organischen Stoffe werden ausgetrieben, bis nur noch die saubere Asche übrig ist.


Wie wird garantiert, dass sich wirklich die richtige Asche in der Urne befindet?

Der Sarg wird vor der Einlieferung in die Feuerbestattungsanlage vom Bestatter mit einer Sargkarte versehen, auf der sich die Daten des Verstorbenen befinden. Diese Daten werden in der Feuerbestattungsanlage in die EDV aufgenommen und ein Sargetikett ausgedruckt, auf welchem die Daten des Verstorbenen und die Einäscherungsnummer vermerkt sind.
Das Sargetikett wird am Sarg befestigt, so dass die Särge nicht verwechselt werden können.

Auf den Sarg wird ein hitzeunzerstörbarer Schamottestein gelegt, um die Asche nach der Einäscherung zweifelsfrei zuordnen zu können. Dieser Stein ist geprägt mit der Einäscherungsnummer und dem Namen der einäschernden Feuerbestattungsanlage.
Er wird zusammen mit dem Sarg durch den Ofen transportiert und bleibt hinterher in der Asche, so ist die Asche nach der Einäscherung immer identifizierbar.


Werden mehrere Särge gleichzeitig eingeäschert?

Es wird immer nur ein Sarg mit einem Verstorbenen eingeäschert.


Wie viel Asche bleibt übrig und woraus besteht sie?

Die Menge der Asche richtet sich nicht nach dem Gewicht des Verstorbenen, sondern danach, wie viel Kalk sich in den Knochen abgelagert hat.
Bei einem Erwachsenen sind es ca. 2,5 bis 4,5 kg grober, poröser Einäscherungsrückstand.

Die Holzasche des Sarges ist leichter und wird während der Einäscherung durch die Abgasreinigungsanlage abgesondert.

In der Ascheaufbereitungsanlage wird der poröse Einäscherungsrückstand aus dem Calcium der Knochensubstanz zerkleinert und in eine Aschekapsel gefüllt. Diese Kapsel verschließt man mit einem Deckel, auf welchem sich die Einäscherungsnummer, die Daten des Verstorbenen und der Name der Feuerbestattungsanlage befinden.


Was passiert mit Implantaten und den Metallteilen des Sarges?

Man entnimmt die Asche in einem Metallbehälter aus dem Ofen und stellt sie zum Abkühlen auf den Sortiertisch. Nach der Abkühlen entfernt man die magnetischen Bestandteile mit einem Handmagneten. Die nichtmagnetischen Teile, z. B. künstliche Hüftgelenke, werden per Hand entnommen.

Metalle werden von Fachbetrieben entsorgt und dem Recyclingkreislauf zugeführt. Anfallende Vergütungen für die metallischen Abfallstoffe werden als Spende an gemeinnützige Einrichtungen, wie z. B. umliegende Kindertagesstätten weitergeleitet.


Geht von einer Feuerbestattungsanlage eine Emissions- oder Geruchsbelästigung aus?

Durch die optimalen Abläufe im Ofen unserer modernen Feuerbestattungsanlage i. V. mit einer leistungsfähigen Filteranlage gehen weder Geruchs- noch Emissionsbelastungen von ihr aus.

Die 27. BImSchV (Siebenundzwanzigste Verordnung zur Durchführung des BundesImmissionsschutzgesetzes) regelt die Eigen- und Fremdüberwachung der umweltrelevanten Anlagendaten. Die Feuerbestattungsanlage Südharz in Nohra / Kinderode ist mit einem Emissionsrechner ausgestattet, welcher alle Daten, die er von den Schadstoff und Temperaturmessgeräten bekommt, speichert und in Klassen unterteilt. Die Tagesklassen werden am Jahresende zu einer Jahresklassifizierung zusammengefasst, welche vom Gewerbeaufsichtsamt kontrolliert und archiviert wird.

Zu dieser Eigenüberwachung kommt zusätzlich alle 3 Jahre der TÜV, welcher den Schadstoffgehalt im Abgas misst.
Um die Eigenüberwachung sicherzustellen, kalibriert der TÜV die Messgeräte. Somit werden diese und der Emissionsrechner gleichzeitig einer Funktionsprüfung unterzogen.

Nicht nur aus emissionstechnischer Sicht ist die Feuerbestattung umweltfreundlich. Der Zersetzungsprozess des Körpers in der Erde setzt die Schadstoffe (Schwermetalle, Medikamente) frei, welche sich im Lauf des Lebens angesammelt haben, sie können ins Grundwasser gelangen. Bei der Feuerbestattung läuft der Fäulnisprozess des Körpers unter ständig kontrollierten Bedingungen in 1 Stunde ab und die Schadstoffe werden durch die Filteranlage ausgeschieden. Die Stoffe, die in den Filtermedien gebunden werden, kommen durch ein zertifiziertes Entsorgungsunternehmen in eine Untertagedeponie.


Woraus bestehen Sarg und Zubehör?

Die VDI 3891 regelt, aus welchem Material der Sarg, die Innenausstattung und die Textilien sein dürfen. Der Sarg darf nur aus Vollholz gefertigt sein, verwendete Lacke oder Beizen dürfen bei der Einäscherung keine umweltgefährdenden Stoffe freisetzen. Die Innenausstattung und die Textilien müssen aus Naturstoffen, wie z. B. Baumwolle, gefertigt sein.


Kann die Urne mit nach Hause genommen werden?

In Deutschland geht das nicht, es besteht eine Bestattungspflicht für Urnen auf Friedhöfen.
Es gibt jedoch eine Ausnahme, die Seebestattung. Die Asche wird hierbei in einer wasser- löslichen Urne dem Meer übergeben.

Im Lauf der Zeit gibt es aber Bestrebungen, diese Bestattungspflicht zu lockern bzw. aufzuheben.

Im europäischen Ausland besteht schon lange die Möglichkeit, die Urne mit nach Hause zu nehmen bzw. die Asche am Lieblingsort des Verstorbenen auszustreuen.


Kann in der Feuerbestattungsanlage Nohra / Kinderode eine Trauerfeier ausgerichtet werden?

Eine Trauerfeier - weltlich sowie aller anderen Glaubensrichtungen - kann durchgeführt werden.

Weiterhin ist eine Abschiednahme vor der Feuerbestattung in unserem geschmackvoll eingerichteten Abschiednahmeraum möglich. Dieser Raum enthält eine Audioanlage und einen Beamer, so dass noch einmal die Lieblingsmusik des Verstorbenen gespielt bzw. Bilder projiziert werden können.

Die Abschiednahme, natürlich auch mit Ansprache, kann von den Angehörigen ganz nach eigenen Wünschen gestaltet werden.
Der Bestatter kann die Angehörigen dabei betreuen und in unserem Hause begleiten.


Kann man bei der Einäscherung dabei sein?

In der Feuerbestattungsanlage Südharz in Nohra/Kinderode ist es möglich, dass die Hinterbliebenen den Einfahrvorgang des Sarges in den Ofen beobachten können.